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Substanz
Benzodiazepine sind Wirkstoffe in Medikamenten. Diese Wirkstoffe kann man grob in zwei Gruppen unterteilen kann: Zum einen in die Beruhigungsmittel (Sedativa/ Tranquilizer) und zum anderen in die Schlafmittel (Hypnotika). Der Unterschied zwischen sedativer und hypnotischer Wirkung einer Substanz ist nur eine Frage der verwendeten Dosis; in höherer Dosierung wirkt jedes Sedativum auch hypnotisch. In Deutschland sind derzeit etwa 20 verschiedene Benzodiazepinderivate im Handel. Ursprünglich fanden sie in der Narkosemedizin Anwendung. Benzodiazepine gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten überhaupt und werden auch "Benzos", "Rohpies" (Rohhypnol), "Flunies" (Flunitrazepam) und "Dias" (Diazepam) genannt.

Konsumform
Benzodiazepine gibt es meist in Tablettenform, welche geschluckt, gesnieft (zerkleinert) oder gespritzt (aufgelöst) werden.


Wirkung
Oral eingenommen tritt die Wirkung nach ca. 15 min ein, beim Sniefen nach ca. 5 min und intravenös nach 0,5 min. Dauer und Intensität der Wirkung sind, je nach Medikament und Dosis, unterschiedlich zwischen 6 und 70 Stunden.
Die Wirkungsqualitäten der Substanzen sind im Grunde sehr ähnlich. Sie sind alle angstlösend, emotional entspannend, beruhigend, schlaffördernd und muskelentspannend.
Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schläfrigkeit, Abnahme der Konzentration,  Abnahme der Reaktionsfähigkeit, körperliches Schwächegefühl, Sekundenschlaf, eingeschränkte räumliche Koordination, Kopfschmerzen, gesteigerter Appetit, Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien), gesteigerte Aggressivität und Artikulationsstörungen (undeutliches, zusammenhangloses Sprechen). Im Gegensatz dazu können auch Wirkungen wie Unruhe, Erregtheit und Schlafstörungen auftreten. Die Fahrtüchtigkeit kann bereits in therapeutischer Dosierung erheblich beeinträchtigt sein; eine massive Verschlechterung tritt bei Kombination mit
Alkohol oder anderen Hypnotika auf. Erschwerend kommt hinzu, dass unter Benzodiazepinen insbesondere die Fähigkeit zur Selbstkontrolle vermindert ist.
Bei längerem Konsum von Benzodiazepinen (bereits nach 1-4 Wochen) besteht die Gefahr einer sich schnell entwickelnden psychischen und körperlichen Abhängigkeit. Des Weiteren können bei regelmäßigem Konsum folgende Symptome auftreten: Bewegungs- und Gangunsicherheit (torkeln), Muskelschwäche, Schwindelgefühle, Verwirrtheit, akute Erregungszustände, Wutanfälle, Sehstörungen, Doppelbilder, Erinnerungslücken und Depressionen.
Zu den typischen Entzugssymptomen zählen Schlaflosigkeit, Angstzustände, innere Unruhe, Erbrechen, Zittern, Schwitzen, und gesteigerte Erregbarkeit. In seltenen Fällen kann es zu Muskelzuckungen/ Krampfanfällen, Psychosen und Halluzinationen kommen. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass zwischen Alkohol und Benzodiazepinen eine Kreuztoleranz und Kreuzabhängigkeit besteht. Die Wirkungen und Nebenwirkungen beider Substanzen werden verstärkt bzw. aufgehoben.


Safer Use
Um die Risiken, die durch den Konsum von Benzodiazepine entstehen zu reduzieren, solltest du einige Hinweise  beachten:

Vom Mischkonsum mit anderen legalen sowie illegalen Drogen ist aufgrund unvorhersehbarer gesundheitlicher Folgen abzuraten.
Du solltest niemals Benzodiazepine zusammen mit Alkohol/ Schlafmitteln/ Heroin/ Methadon bzw. Polamidon konsumieren. Insbesondere in der Verbindung mit Alkohol besteht die Gefahr von Überdosierungen und die atemdepressive Wirkung des Alkohols wird noch verstärkt. 
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.

BtMG
Benzodiazepine sind verschreibungspflichtige Medikamente, ihre Herausgabe unterliegt dem Arzneimittelgesetz und sie dürfen somit nicht frei gehandelt werden.


Schwangerschaft
Barbiturate und Benzodiazepine verursachen verschiedene Geburtsfehler, wie z.B. äußere Missbildungen. Nach der Geburt kann man bei den Neugeborenen schon Entzugserscheinungen nachweisen.
Benzodiazepine durchdringen die Plazentaschranke und können leicht in die Muttermilch übergehen. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Benzodiazepine daher nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen/ Patientenrisikos verordnet werden. Benzodiazepine hoch dosiert, kurz vor oder während der Geburt gegeben, können beim Säugling eine gesteigerte Körpertemperatur sowie Muskelentspannungen mit leichter Atemdepression und Trinkschwäche hervorrufen. Missbrauch während der Schwangerschaft kann beim Neugeborenen Entzugssymptome auslösen.
Wir empfehlen den Konsum von Drogen während der Schwangerschaft unbedingt zu unterlassen.


Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.
Deshalb möchten wir, das Drogerie-Team, hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

 
 
 
Präventionszentrum Erfurt
 
 
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