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Willkommen bei dem Musikszeneprojekt Drogerie!

Auf unserer Webseite findet ihr vielfältige Informationen rund um unsere Arbeit. Neben aktuellen Artikeln zum Thema Suchtprävention und Partyszene und der Vorstellung unseres Projektes findet ihr aktuelle Pillenwarungen von SaferParty aus Zürich, einen Terminkalender für die nächsten Veranstaltungen auf denen wir mit dabei sind sowie ein umfangreiches und sich stetig erweiterndes Lexikon zu psychotropen Substanzen, dem Drogen ABC, in dem Wirkungsweisen, Risiken und Wechselwirkungen sowie Safer Use Hinweise aufgeführt sind. Desweiteren findet ihr unter der Rubrik Safer Use vielfältige Themen zu Mischkonsum, Safer Use Regeln sowie Hinweise bei dem Auftreten von Drogennotfällen! 

Viel Spaß beim Erkunden unserer Seite!

Am 21.06.2017 haben wir auf dem Petersberg in Erfurt unsere erste eigene Drogerie-Party im Rahmen der Fête de la Musique veranstaltet und es war herrlich! Ein besonderer Dank geht an die Stadt Erfurt und all unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Auf viele weitere schöne Feste und Veranstaltungen!

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Das Buch beinhaltet eine Darstellung der derzeit existierenden Präventions-, Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Methamphetaminkonsum. Verschiedenste AutorInnen aus unterschiedlichen Berufsfeldern schreiben zu den Themen Konsum, Verbreitung, Prävention und Harm Reduction sowie Beratung und Behandlung.

Unter Mehr Lesen haben wir außerdem noch eine Überraschung für euch parat.

 

 

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Pillenwarnung

Hier werden regelmäßig Pillenwarnungen aktualisiert, die uns vom Drugchecking-Projekt Saferparty.ch aus Zürich zur Verfügung gestellt werden. Diese Pillenwarnungen sollten keinesfalls als hundertprozentige Garantie hinsichtlich ihrer Zusammensetzungen verstanden werden, sondern dienen lediglich dazu, euch aufzuzeigen was aktuell in den getesteten Substanzen enthalten ist. Alle von Saferparty.ch veröffentlichten Testergebnisse sind als Warnungen hinsichtlich hoher Dosierungen und Verschnittstoffen zu verstehen.

Achtung: Da die Herstellung von illegalen Substanzen weder reguliert noch kontrolliert stattfindet, können auch ähnliche bzw. identisch aussehende Pillen (Farbe, Logo und Größe) eine ganz andere Zusammensetzung aufweisen!  

Solltet ihr psychotrope Substanzen dennoch konsumieren, beachtet bitte unsere Safer Use Hinweise und reflektiert regelmäßig euer Konsumverhalten um mögliche Risiken und Gesundheitsschäden zu minimieren! 

Urheberrechte der Substanzabbildungen und Inhalte unter dieser Rubrik liegen bei Saferparty.ch

Warnung: extrem hochdosierte XTC-Tabletten mit MDMA und MDA

Logo: Ace of Spades
Gewicht: 418.2 mg
Grösse: 8.4 x 13.0 mm
Dicke: 5.0 mm
Bruchrille: Ja
Farbe: Gold/ Gelb
Inhaltsstoffe: MDMA*HCl: 225.4 mg
MDA*HCl: 108.3 mg
Getestet in Zürich (DIZ), 04. August 2017
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Warnung: extrem hochdosierte XTC-Tabletten

Logo: Hulk
Gewicht: 641.7 mg
Grösse: 11.0 x 12.8 mm
Dicke: 5.8 mm
Bruchrille: Nein
Farbe: Grün
Bemerkung: Beidseitiges Logo
Inhaltsstoffe: MDMA*HCI: 275.1 mg
Getestet in Zürich (DIZ), 04. August 2017
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Termine

Hier werden alle Partys, Open Airs und Festivals aufgeführt auf denen wir in der aktuellen Saison vertreten sind. Zu jeden Events findet ihr einen Link zur Facebook-Seite der Veranstalter. Solltet ihr auf der einen oder anderen Party dabei sein, kommt gern bei unserem Wohnmobil vorbei! Wir bieten eine breite Palette an Informationsmaterialen zu verschiedensten psychotropen Substanzen, aktuelle Pillenwarnungen von SaferParty aus Zürich, Safer Use Utensilien wie Kondome und Ohrenschützer und meist ein kleines Obstbuffet. Sprecht mit unseren Peer-Mitarbeitern oder entspannt einfach in unserer Chill-Out Area. Unsere Mitarbeiter sind auch ausgebildete Ersthelfer um bei etwaigen Notfällen sofort zu handeln. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Drogen ABC

Das Drogen ABC ist ein sich stetig erweiterndes Lexikon zu psychotropen Substanzen. Die wissenschaftliche Einordnung dieser lässt sich anhand von vier Wirkungssprektren schematisch darstellen. Psychotrope Substanzen lassen sich in Tranquilizer, Stimulanzien, Halluzinogene und Sedativa einteilen. Mit einem Klick auf die jeweiligen Kreise bekommt ihr eine kurze Definition des jeweiligen Wirkungsspektrums.

Da sich die Wirkungsweisen der einzelnen Substanzen durchaus überschneiden haben wir im Drogen ABC zum genaueren Verständnis vor jede Substanz farbige Punkte entsprechend der allgemeinen Darstellung gesetzt, die euch mit einem Klick nochmals die Definition des Wirkungsbereichs aufzeigen.

Tranquilizer / Psychopharmaka

Tranquilizer / Psychopharmaka gehören zu einer Gruppe von psychotrop wirkenden Arzneistoffen, deren Wirkungsprektrum beruhigenden und angstlösenden Charakter aufweist. Tranquilizer, die am häufigsten Anwendung finden, gehören zur Stoffgruppe der Benzodiazepine. Desweiteren zählen auch Neuroleptika und natürliche Phytopharmaka (Pflanzenextrake wie bspw. Baldrian) dazu. Tranquilizer können angstlösende, beruhigende, entspannende, antriebshemmende, krampflösende, muskelentspannende oder schlaffördernde Wirkungsprofile haben. Somit finden sich medizinische Anwendungen gezielt und zeitbegrenzt zur Gabe bei Konfliktsituationen, um Angstzustände und innere Unruhe aufzulösen sowie Muskelverkrampfungen zu behandeln. Aufgrund ihres psychotropen Charakters werden Tranquilizer auch missbräuchlich (ohne ärztliche Begleitung) konsumiert. Neben dem Risiko einer Abhängigkeit können vielfältige Nebenwirkungen von Koordinationsstörungen bis hin zu Depressionen bei einer anhaltenden Medikation auftreten.

Stimulanzien

Stimulanzien sind psychotrope Substanzen mit einem aufputschenden und stimmungsaufhellenden Charakter. Das Wirkungsspektrum umfasst eine psychische Anregung und eine allgemeine Antriebssteigerung, wodurch Mündigkeitserscheinungen sowie das Hunger- und Durstgefühl gemindert werden. Natürlich vorkommende Stimulanzien sind beispielsweise Koffein, Ephedrin und Kokain. Synthetisch hergestellte Vertreter sind Amphetamine. Durch Stimulanzien wird vor allem das Belohnungszentrum im Gehirn beeinflusst. Es kommt zu einer unkontrollierten Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und auch Adrenalin wie Noradrenalin. Dies hat zur Folge, dass der Körper über den Wirkzeitraum in eine starke Leistungsbereitschaft versetzt wird und positive Gefühle wie eine euphorische Grundstimmung verstärkt werden. Nachdem die Wirkung abgeklungen ist, sind je nach Organismus, die Speicher der Glückshormone Serotonin und Dopamin stark aufgebraucht. Somit fällt es Usern schwer in der unmittelbaren Phase danach, positive Gefühle zu empfinden. Dadurch könnte eine Wiedereinnahme verstärkt werden. Der Konsum von Stimulanzien führt zu einer vergleichsweise schnellen substanzabhängigen Toleranzentwicklung, wodurch es zu einer Dosiserhöhung kommen kann.

Sedativa

Sedativa sind psychotrope Substanzen mit einer dämpfenden Wirkung. Diese Beruhigungsmittel können abhängig von Beschaffenheit und Dosis hypnotisch, schmerzlindernd und motorisch dämpfend wirken. Möglich sind auch impulsartig auftretende Gefühlsregungen. Sedativa sind aufgrund ihres hemmenden Charakters als das Gegenteil von Stimulanzien zu verstehen. Zu den Sedativa zählen unter anderem Alkohol, Opiate und  Betablocker. Medizinisch verordnete und ärztlich angewendete Sedativa zählen zu den Tranquilizern. Sedativa wirken allgemein gesehen schlaffördernd. Bei höheren Dosierungen kann eine Ausschaltung der bewussten Wahrnehmungsfähigkeit die Folge sein. Wichtig zu bedenken ist, dass aufgrund des Ceiling-Effektes, bei dem es trotz Dosiserhöhung nicht zu einer Zunahme der Sedierung kommt, eine Rauschintensivierung ab einem gewissen Punkt nicht möglich wird, sowie der Sättigungsgrad im Nervensystem einmal erreicht wurde. Dies trifft auch auf die Stoffgruppe der Opioide zu. Somit führt eine Dosiserhöhung nur zu einer stärkeren Intoxikation verbunden mit intensivierten Nebenwirkungen. Opioide bewirken dazu starke Abhängigkeits- und mit unter die schwersten Entzugserscheinungen. Die Einordnung der Sedativa lässt sich nur sehr schwer abgrenzen, da viele psychotrope Substanzen eine sedierende Wirkung aufweisen.

Halluzinogene

Halluzinogene sind psychotrope Substanzen, die sich stark auf die Sinneswahrnehmung auswirken und den Bewusstseinszustand verändern können. Davon hervorgerufene Halluzinationen entsprechen nicht der Realität sondern werden durch emotionale Befindlichkeiten beeinflusst. Zu den Halluzinogenen gehören Psychedelika (LSD, DMT, Psylocebin), Dissoziativa (Ketamin, PCP) und Delirantia (Scopolamin, Muscimol, Diphenhydramin). Ein durch ein Halluzinogen hervorgerufener psychedelischer Zustand kann die Wahrnehmen verzerren und sensorisch erfasste Bilder, ohne einen sensorischen Input erzeugen. Das bedeutet, man kann Sinneseindrücke von optischer, akustischer oder taktiler Natur (bspw. Berührungen) erfahren, die je nach Wirkprofil der Substanz, verzerrt von der Realität oder komplett verändert wahrgenommen werden. Halluzinogene Substanzen können wärend der Wirkungsphase von leichten veränderten Wahrnehmungen bis hin zu einer individuellen Veränderung der Realität führen. Gefühle und Wahrnehmungen sind stark abhängig vom inneren Set und äußeren Setting. Positive Gefühle können leicht in Negative umschlagen, wenn man nicht im Vorfeld mit sich selbst im Reinen ist. So können Horrortrips ausgelöst werden.  Es ist möglich, dass als Langzeitfolge Echo-Bilder, so gennante Flashbacks,  noch nach Tagen oder auch Monaten auftreten. Dies kann psychotische Zustände auslösen.

Safer Use

Unter dieser Rubrik findet ihr vielfältige Informationen Rund um den Safer Use. Wir haben die Themen Risiko des Mischkonsums und Nachweisbarkeit von psychotropen Substanzen sowie allgemeine Safer Use Regeln u.a. auch Safer Sex für euch zusammengefasst. Ebenso geben wir euch einen Überblick zur Drugchecking-Thematik.

Hier finden auch Veranstalter nützliche Hinweise, um hinsichtlich der Rist- & Harmreduction ihre Events zu planen.