// Google Analytics Drogerie Projekt - Über uns
X

Über uns

Die Drogerie

Wir sind ein niedrigschwelliges, selektives und akzeptanzorientiertes Safer-Nightlife-Projekt des Präventionszentrums der SiT - Suchthilfe in Thüringen GmbH und seit dem Jahr 2000 Baustein des Thüringer Suchthilfesystems.
Kernelement unserer Arbeit ist es, junge Konsument*innen dort zu erreichen, wo andere Institutionen der Suchthilfe keinen Zugang finden – direkt in der Thüringer Partyszene. Safer-Nightlife bedeutet, die Partykultur nachhaltig und sicher zu gestalten. Rauscherleben ist dabei grundlegend nichts Verkehrtes. Jedoch gilt es, sich Risiken bewusst zu machen und sich selbst zu reflektieren, damit nicht nur der Sprung, sondern auch die Landung gelingt. Dabei verstehen wir uns weder als Pro- noch Anti-Drogen-Projekt, sondern stehen als wertungsfreie Ansprechpartner*innen vor Ort dafür ein, Konsument*innen und Interessierte über Wirkungen, Risiken und Folgen des Konsums aufzuklären.

 

Der Ursprung

 

Das Musikszeneprojekt Drogerie besteht seit dem Jahr 2000 und ist der direkte Nachfolger des Projektes "Checkpoint". Dieses sah seine Aufgabe u.a. darin, durch Zuhilfenahme verschiedener Evaluationsinstrumente herauszufinden, in wie weit Drogen in den Musikszenen Thüringens eine Rolle spielen. In Zusammenarbeit mit Dipl.- Psych. Gerd Rakete entstand so die Studie: "Drogenkonsum in Musikszenen Thüringens", auf welcher die Arbeit der Drogerie aufbaut. Man kam zu dem Ergebnis, dass Drogen innerhalb der verschiedenen Musikszenen einen weitaus größeren Stellenwert einnehmen, als damals vermutet. Genau aus diesem Grund wächst auch  die Bedeutung der Präventionsarbeit. Junge Menschen, die Drogen konsumieren, suchen in der Regel keine Beratungsstellen auf, da der eigene Konsum von vielen als unproblematisch angesehen wird. So ergab sich daraus der Bedarf, neue Wege zu gehen, um die Zielgruppe des Projektes zu erreichen.

 

Die Zielgruppe

 

Die Zielgruppe der Projektarbeit sind Jugendliche und junge Erwachsene, die mit Drogen in Kontakt kommen könnten, mit ihnen experimentieren oder diese missbräuchlich konsumieren. Das wichtigste Ziel der professionellen Arbeit ist die Risk- & Harmreduction. Das heißt, es geht uns darum, Risiken weitestgehend zu minimieren, welche durch den Konsum sowohl illegaler als auch legaler Drogen für User*innen entstehen und für einen bewussten Umgang mit Drogen zu sensibilisieren. Ein weiteres Ziel ist es, User*innen, die Probleme im Zusammenhang mit ihrem Konsumverhalten entwickelt haben, bei Bedarf an weiterführende Hilfen zu vermitteln.

 

Das Wohnmobil

 

Da die Arbeit der Drogerie ganz wesentlich von der Präsentation vor Ort abhängig ist, müssen der Info-Point und die Chill-Out-Area auf Musikevents szeneorientiert gestaltet sein, um so für ein ansprechendes Erscheinungsbild für die Zielgruppe zu sorgen. Dabei kommt das Flaggschiff der Drogerie zum Einsatz. Das Wohnmobil. Mit diesem fahren unsere ehrenamtlichen Peer-Mitarbeiter*innen auf verschiedenste Musikevents. Im und vor dem Wohnmobil wird den Adressat*innen des Projekts angeboten, in ruhiger Atmosphäre Gespräche zu führen. Durch ein überzeugendes Ambiente wird der Zielgruppe ein geschützter Raum zum Entspannen und Wohlfühlen geschaffen, in dem persönliche Konsumprofile und der Umgang mit Partydrogen sachlich und wertungsfrei thematisiert werden können. So wird es den Besucher*innen ermöglicht, ihr Konsumverhalten zu reflektieren, um das individuelle Risikobewusstsein bezüglich Drogen und deren Missbrauch zu stärken. Durch intensive Gespräche in einem sicheren Raum ist es möglich, auch Änderungsbreitschaften zu erwirken. Außerdem erhält man hier umfangreiches Infomaterial zu Themen wie Drogen, Safer Use, Safer Sex, Drogenrecht etc. Zugleich kann Konsument*innen, die sich überdosiert haben, ein Rückzugsort geboten werden. Unsere ehrenamtlichen Peer-Mitarbeiter*innen des Projektes können hier, dank ihrer Kenntnisse zu Drogennotfällen und Erster Hilfe, schnell und sicher agieren, um weitere Gesundheitsbeeinträchtigungen zu minimieren. Hierfür ist ein beruhigend wirkendes Setting entscheidend.

 

Und so funktionierts: