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Was ist Drugchecking?


Seit mehreren Jahren werden immer wieder Rufe nach Drugchecking laut. Genauso lange wird dieses Thema in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Gegner warnen neben rechtlichen Bedenken auch davor,  mit diesem Instrument eine Scheinsicherheit beim Konsumenten illegaler Drogen zu erzeugen.

Im folgenden Text wollen wir Euch anhand von Beispielen zeigen, wie Drugchecking in der Praxis aussehen kann:
 
Beim Drugchecking werden durch verschiedene Testmethoden Drogen auf ihre Zusammensetzung und Beschaffenheit hin überprüft. Sollten dabei bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden werden, können Konsumenten gewarnt und es kann ihnen vom Konsum abgeraten werden. Mit den Testergebnissen werden zielgerichtet für einzelne Substanzen objektive und glaubhafte Informationen vermittelt, um für Risiken, wie Mischkonsum zu sensibilisieren.
Die durch Drugchecking gewonnen Daten können als Grundlage für wissenschaftliche Studien und als Basis für nationale sowie internationale Monitoring-Verfahren dienen. Monitoring-Verfahren bezeichnen eine Art Marktbeobachtung von Drogen durch eine staatliche bzw. öffentliche Institution.


In einigen europäischen Nachbarstaaten wie den Niederlanden, der Schweiz oder Österreich wird Drugchecking als Teil von risikominimierender Prävention in der Partyszene durchgeführt.

In Deutschland wurde Drugchecking in der Vergangenheit durch Eve & Rave Berlin sowie die DROBS Hannover praktiziert.
Eve & Rave ließ Ecstasypillen durch die Humboldt Universität testen. Dabei wurden qualitative (welche Substanz) und quantitative (Mengenangaben) Analysen durchgeführt. In über 1,5 Jahren wurden 145 verschiedene Proben getestet und die Ergebnisse veröffentlicht.


Die DROBS Hannover führte über 10 Jahre lang eine Kombination aus einem Schnelltestverfahren (Marquis-Test) und einer Pillenidentifikation an Hand von Pillenlisten eines niederländischen Instituts durch. Die Trefferwahrscheinlichkeit wurde mit 90% angegeben. Veröffentlicht wurden nur so genannte Böse Pillen (unerwartete z.T. gefährliche Inhaltsstoffe), andere Testergebnisse wurden nur der jeweiligen Person mitgeteilt, die die Pille testen ließ. Da sich ab dem Jahr 2000 die Vertriebswege änderten und das niederländische Institut die Pillenlisten nicht mehr zur Verfügung stellen konnte, wurde das Angebot eingestellt.

Drugchecking beschäftigt Praktiker der Drogen-, Suchthilfe und Prävention, Vertreter aus Politik und Wissenschaft sowie Engagierte aus der Partyszene und Technokultur. Auf einer Fachtagung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Jahr 2001 erörterte eine eigene Arbeitsgruppe das Thema. Als Ergebnis empfahl diese Arbeitsgruppe, im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung (Evaluation) den Einsatz von Drugchecking als Präventionsinstrument zu testen. (Drogenkonsum in der Partyszene. Entwicklungen und aktueller Kenntnisstand. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln 2001)

Drugchecking ist in den letzten Jahren für die Praktiker der Drogen- und Suchthilfe sehr wichtig geworden. Allerdings gibt es immer noch Ablehnungen gegen das Konzept von Drugchecking, wie der unten aufgeführte Film euch zeigen wird.




 
 
 
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