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Psilos - Magic Mushrooms

Man schätzt, dass es bis zu 150 halluzinogene Pilzarten (z.B. Kahlköpfe, Träuschlinge, Düngerlinge und Samthäubchen) gibt, die als Wirkstoffe die Alkaloide Psilocybin und Psilocin enthalten. Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen. Szenenamen sind u.a. "Magic Mushrooms", "Psilos" oder "Zauberpilze". 

Die Pilze werden entweder roh, in Öl gebraten oder getrocknet gegessen, aufgekocht oder zerkleinert geraucht. Gelegentlich weicht man sie auch fünf bis sechs Tage in Wasser, Alkohol und in seltenen Fällen in Honig ein und trinkt bzw. verzehrt anschließend das Gemisch. 

Wirkung

Wirkungseintritt nach etwa 0,5 - 1 Stunde (in vereinzelten Fällen auch erst nach 1,5 Stunden); Dauer zwischen 4 und 8 Stunden

  • zu Beginn des Rauschs Wärmegefühl
  • verändertes Raum-Zeit-Empfinden
  • Halluzinationen
  • veränderte Selbstwahrnehmung 
  • erhöhtes Reizempfinden

  

Nebenwirkungen

  • Atembeschwerden
  • Herzrasen
  • Veränderung von Puls und Blutdruck
  • Erhöhung der Körpertemperatur (Schweißausbrüche)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • panische Reaktionen
  • Angst- und Wahnvorstellungen

 

nach Abklingen: Verwirrtheit, Erschöpfung sowie kurzzeitige Sehstörungen

  

Leigzeitfolgen

Es können latente (verdeckte) Psychosen ausgelöst werden. Das Risiko einer Toleranzentwicklung besteht. Jedoch ist eine psychische Abhängigkeit eher unwahrscheinlich.

 

Safer Use

Um das entstehende Risiko beim Konsum von  Magic Mushrooms zu reduzieren, solltest du unbedingt einige Hinweise beachten:

Nimm nach dem Konsum nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teil! 

Achte auf dein Set und Setting! Du solltest auf keinen Fall Psilos konsumieren, wenn du dich nicht wohl fühlst oder Angst hast. Beim Gebrauch dieser Pilze sollte dir dein Umfeld (Setting) ein angenehmes Gefühl vermitteln. Ein positives Wohlbefinden (Set) und eine vertraute Person in deiner Nähe können helfen, schwierige Situationen zu vermeiden.

Personen mit folgenden körperlichen und seelischen Beschwerden sollten auf den Konsum von Psilos verzichten: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krampfanfälle oder Epilepsie; Personen in psychiatrischer Behandlung bzw. in psychischen Belastungssituationen.

Vermeide den Mischkonsum mit anderen legalen und illegalen Substanzen, da die Wechselwirkungen unberechenbar sind!

Psilos solltest du nicht auf vollen Magen einnehmen, da sich dadurch die Wirkung verzögern kann.

Psilocebinhaltige Pilze sind potente Halluzinogene und eignen sich nicht als Partydrogen! Da deine Sinnesorgane auf einer Party regelrecht überflutet werden, können Panikattacken oder "Horrortrips" die Folge sein.

Da Psilos aphrodisierend wirken, ist die Lust auf Sexualität häufig stärker ausgeprägt. Denk daran: Zum Safer Use gehört auch Safer Sex! Vorbereitung ist alles, deshalb Kondome, wasserlösliche Gleitcreme (fetthaltige Gleitcreme lässt Kondome undicht werden) etc. immer griffbereit haben! 

Gönne dir und deinem Körper nach einem Trip die Möglichkeit, sich zu entspannen sowie ausreichend Schlaf.

Nach schlechten Erlebnissen solltest du versuchen, dich auf schöne Dinge einzulassen. Wenn du das Gefühl hast, die Situation allein nicht mehr kontrollieren zu können, dann wende dich an vertraute Personen oder hole dir professionelle Hilfe (z.B. bei uns oder einer Drogenberatungsstelle in deiner Nähe).

Der Konsum von Psilos sollte für dich eine Ausnahme sein, nimm dir genügend Zeit, um die Erlebnisse der psychedelischen Reise zu verarbeiten. Lege möglichst lange Konsumpausen ein. 

 

Rechtslage

Erwerb, Handel sowie der Anbau von Psilos sind laut BtMG verboten.

 

Nachweisbarkeit

Je nach Häufigkeit und Intensität des Konsums ist Psylocibin einige Stunden im Blut und 2 bis 4 Tage im Urin nachweisbar.

 

Schwangerschaft

Das Risiko einer Frühgeburt besteht. Trotz fehlender Literatur zu diesem Thema möchten wir an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass Psilocybin in der Schwangerschaft in jedem Fall gefährlich ist. Wir geben zu bedenken, dass allein ein psychisches Ungleichgewicht der Schwangeren, sich erheblich auf die psychische Verfassung des Kindes auswirken kann.

Die Einnahme von Drogen während Schwangerschaft und Stillzeit sollte unbedingt unterlassen werden. Bei Unsicherheiten ob die Substanz einfach so abgesetzt werden kann, ist es ratsam den Arzt oder eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren.