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Muskat

Substanz

Die Muskatnuss, der Samen des Muskatnussbaums (Myristica fragrans), ist ein weltweit verbreitetes Gewürz, welches in größeren Mengen als Delirantium wirkt.

Neben dem Hauptwirkstoff Myristicin (verwandt mit MMDA) enthält die Muskatnuss auch kleinere Mengen Elemicin (ähnelt in seiner Struktur Halluzinogenen wie Meskalin) und Safrol (verwandt mit MDMA). Myristicin wirkt als MAO-Hemmer, das heißt es hemmt den Abbau von „biogenen Aminen“ und Neurotransmittern (Substanz mit Hormoneigenschaften, die auf chemischem Wege die Erregung bzw. die Informationen von einer Nervenzelle auf eine andere übertragen).

 

Wirkung

Die Wirkung der Muskatnuss kann aufgrund der unterschiedlichen Wirkstoffverhältnisse in den verschiedenen Nüssen sehr variieren. Dabei kann auch die Wirkungszeit von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen. Die Wirkung baut sich nach circa 2-5h auf, es gibt jedoch auch Berichte, demzufolge die Wirkung erst 10h nach Einnahme eintrat und bis zu 48h anhielt. Durch die MAO-Hemmer-Wirkung kann es zu Wechselwirkungen mit anderen alltäglichen Lebensmitteln kommen.

  • Euphorie
  • Delirium
  • Benommenheit
  • verändertes Zeit- und Raumgefühl
  • leichte Bewusstseinsstörungen bis hin zu starken Halluzinationen
  • Gefühl zu schweben oder zu fallen

Durch die eventuell auftretenden starke halluzinogene Wirkung kann es zu Angstzuständen, Paranoia und Panikattacken kommen. Dabei kann allein der stark bittere Geschmack schon dafür sorgen einen schlechten Einstieg in den Rausch zu haben.

 

Nebenwirkungen

Durch den stark bitteren Geschmack der Muskatnuss kann Übelkeit und Erbrechen hervorgerufen werden. Des Weiteren kann es zu Desorientierung, wahnhafte Sinnestäuschungen bis hin zu schweren Angstanfällen durch die halluzinogene Wirkung,  sowie Mundtrockenheit, Krankheitsgefühl, Schlafstörungen und einen starken Kater mit Kopfschmerzen kommen. Außerdem ist der Wirkstoff Safrol krebserregend.

Körperliche Nebenwirkungen

  • Magenkrämpfe
  • Bauch- Magenschmerzen
  • Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • starke Übelkeit und Erbrechen
  • Mundtrockenheit
  • gesteigertes Durstgefühl
  • vergrößerte oder verkleinerte Pupillen 


Safer Use

Da die Dosierung, bedingt durch den sehr unterschiedlichen Wirkstoffgehalt in den jeweiligen Nüssen, sehr schwer fällt, wird von einem Konsum generell abgeraten. Sollte es dennoch konsumiert werden, wird empfohlen sehr geringen Mengen (2g) zu sich zu nehmen. Tritt dabei keine Wirkung ein, kann die Dosis leicht erhöht werden. Es besteht eine große Gefahr der Überdosierung und einhergehenden körperlichen und psychischen Schädigungen.