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Substanz

Die Pflanze Kanna (auch Channa oder Kaugoed) ist heute unter dem botanischen Namen Sceletium Tortuosom bekannt. Inhaltsstoffe sind Alkaloide Mesembrin, Mesembrinin und Turtuosamin. Sie ist als ein Kraut zu beschreiben und weist einen fleischigen Stiel mit niedrigen Ästen auf. Die Blätter und die Wurzel sind ebenfalls fleischig, zudem bringt diese Pflanze blassgelbe Blüten hervor. Für die Herstellung der Kanna sind alle Teile der Pflanze  verwendbar.

Die pulverisierte Form der Substanz wird häufig in Kombination mit Alkohol konsumiert, für ca. 10 Minuten im Mund bewahrt und später ausgespuckt, sodass die Substanz über die Schleimhäute aufgenommen wird. Ebenso werden zerkleinerte Teile der Pflanze geraucht bzw. als Pulver gesnieft.

 

Wirkung

Wirkungseintritt nach etwa 30 Minuten; Wirkdauer bis zu 2 Stunden

  • schmerzlindernd und kreislaufstimulierend
  • kleinere Mengen führen zu einer Befreiung von Angst und Stress (eine Art meditative Ruhe bis hin zu Euphorie und Selbstbewusstseinssteigerung)
  • Steigerung des Selbstwertgefühls

 

 

Nebenwirkungen

  • Gleichgewichtsstörungen
  • leichte Kopfschmerzen 

Bei Mischkonsum mit Cannabis oder Alkohol kann dies zu leichten Visionen, Schwindel und Unwohlsein bis hin zur Orientierungslosigkeit bei Überdosierung führen. Werden Cannabis und Kanna aufeinanderfolgend konsumiert, so ist die Wirkung von Cannabis deutlich erhöht.

 

Langzeitfolgen

  • Hervorrufen von latenten (verborgenen) Psychosen

Zu weiteren Langzeitfolgen von Kanna existieren nur unzureichende Forschungen. Jedoch bedeutet dies nicht, dass keine weiteren Folgeerscheinungen durch Langzeitkonsum auftreten können.

 

Safer Use

Um die entstehenden Risiken durch den Konsum von Kanna zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:

Achte auf dein Set (eigene Stimmung) und Setting (Umfeld), wie beispielsweise Freunde, die einfach mit dabei sind und Acht geben können.

Wichtig ist, dass du in Situationen, in denen du schlecht drauf bist, Panik oder Angst hast, in keinem Fall konsumierst!

Vermeide den Mischkonsum mit anderen legalen und illegalen Substanzen! Es können nicht absehbare, gesundheitsschädigende Wechselwirkungen auftreten.


Rechtslage

In Deutschland unterliegt Kanna nicht dem Betäubungsmittelgesetz und kann legal käuflich erworben werden.

 

Schwangerschaft

Konkrete Beeinträchtigungen der Schwangerschaft durch Kanna sind uns nicht bekannt. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass durch den Konsum dennoch Probleme auftreten könnten.

Die Einnahme von Drogen während Schwangerschaft und Stillzeit sollte unbedingt unterlassen werden. Bei Unsicherheiten ob die Substanz einfach so abgesetzt werden kann, ist es ratsam den Arzt oder eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren.