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DMT

Substanz

DMT ist subjektiv das stärkste Psychedelikum und zählt zur Familie der Tryptamine. Als natürlich vorkommender Botenstoff wurde es in zahlreichen Pflanzen, Säugetieren und im Menschen nachgewiesen. Chemisch werden N,N-DMT (N,N-dimethyltryptamin) und 5-MeO-DMT (5-Methoxy-N,N-dimethyltryptamin) unterschieden. Beide wirken unter anderem an Serotonin-Rezeptoren und sind chemisch verwandt mit Psilocybin/Psilocin.

DMT kann geraucht, geschnupft oder intravenös gespritzt werden. Oral ist DMT nur bei kombinierter Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmer wirksam. Reines DMT ist ein weißer kristalliner Feststoff, der in freier Basenform rauchbar ist. Von Pflanzen extrahiertes DMT kann sich farblich und strukturell unterscheiden. Abhängig von Verunreinigungen kommen oftmals gelbe/orangene/rote Töne vor.

 

Wirkung

Wirkungseintritt nach wenigen Sekunden; Bei Inhalation: Dauer 3-15 Minuten (subjektive Wirkungsdauer deutlich länger!); Bei Injektion: Dauer ca. 45 Minuten; danach 30-60 Minuten Meta-Zustand möglich, in dem das Rauscherlebnis verarbeitet werden muss. Wirkung kann sich je nach Konsument*in und Situation unterscheiden.

  • Intensive Wahrnehmungsveränderungen
  • Euphorie
  • leichte Erregbarkeit
  • Halluzinationen (Eintreten in bizarre Welten)
  • Bewusstseinsverlust
  • Verwirrtheitszustände
  • Nah-Tod-Erfahrungen (Ich-Aufösung)  

Nebenwirkungen

Die DMT Wirkung kann überwältigend, rasant, fremdartig und sehr intensiv sein, wodurch starke Furcht ausgelöst und ein „Bad Trip“ entstehen kann.

  • Übelkeit
  • Krämpfe
  • Pupillenerweiterung
  • Katatonie (Anspannung von Kopf bis Fuß)
  • Angst
  • Erhöhter Blutdruck
  • Anstieg der Herzfrequenz
  • Überhitzung
  • Brechreiz (bei hohen Dosen)
  • Lungenreizung
  • Durchfall 

Langzeitfolgen

Nebenwirkungen, die bei regelmäßigem Konsum über einen längeren Zeitraum auftreten, sind nicht bekannt - was nicht heißt, dass es keine gibt! Bei Personen mit latent vorhandenen (verborgenen - meist nicht bewussten) Psychosen oder anderen psychischen Störungen, könnten diese durch den Konsum zum Ausbruch kommen.

 

Safer Use

Um die entstehenden Risiken durch den Konsum von DMT zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:

Sorge für ein positives Set (Wohlbefinden) und Setting (dein Umfeld).

Die Wirkung von DMT hängt von der chemischen Zusammensetzung und von der Konsumform ab: 5-MeO-DMT ist etwas stärker wirksam als N,N-DMT und besetzt schneller die dafür vorgesehenen Rezeptoren. 5-MeO-DMT ist in der Regel weniger visuell und farbenprächtig. Bei Injektion wirkt das Rauscherlebnis noch intensiver und dauert ca. dreimal so lange als bei Inhalation, wodurch das Risiko einer Überforderung steigt. Nimm eine geringe Dosis, wenn dir die Stärke und chemische Zusammensetzung des Extrakts nicht bekannt ist und vor allem, wenn du DMT zum ersten Mal konsumierst.

Auch wenn du nach dem ersten Mal keine Wirkung verspürst, solltest du nicht sofort weiterkonsumieren und möglichst lange Konsumpausen einlegen.

Durch das schnelle, zum Teil sehr plötzliche Einsetzen der Wirkung, kann es leicht zu Unfällen kommen. Konsumiere daher DMT niemals allein sondern immer mit einer vertrauten Person an deiner Seite. Lege die Pfeife, Bong etc. sofort nach dem Konsum zur Seite. Konsumiere im Sitzen oder Liegen und sorge dafür, dass keine Gegenstände in der Nähe sind, die zu Unfällen führen können.

DMT ist ein starkes Halluzinogen und somit keine Partydroge!

Vermeide Mischkonsum und achte auf Wechselwirkungen mit Medikamenten. Die gleichzeitige Einnahme mit Monoaminoxidase-Hemmer (z.B. in Antidepressiva) verlängert die Rauschwirkung deutlich und erhöht das Risiko für ein Serotonin-Syndrom.

Wer psychische Probleme hat oder sich nicht gut fühlt, sollte auf den Konsum verzichten, da DMT extreme psychische Wirkungen hervorrufen kann. Konsumenten berichten davon, eine völlig andere Realität und Persönlichkeit erfahren zu haben.

Versuche dich nach schlechten Erlebnissen auf positive Dinge einzulassen. Wenn du das Gefühl hast, die Situation allein nicht mehr kontrollieren zu können, dann wende dich an vertraute Personen oder hole dir professionelle Hilfe (z.B. bei uns oder einer Drogenberatungsstelle in deiner Nähe).

 

Rechtslage

DMT wird in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetztes als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel deklariert. Der Umgang ohne Erlaubnis ist grundsätzlich strafbar.

 

Nachweisbarkeit

Das DMT wird im Körper schnell verstoffwechselt und wird in der Regel innerhalb von 2 Stunden abgebaut.

 

Schwangerschaft

Der wissenschaftliche Erkenntnisstand lässt keine genauen Aussagen zu. Trotz fehlender Literatur zu diesem Thema, möchten wir an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass DMT in der Schwangerschaft gefährlich ist. Wir geben zu bedenken, dass allein ein psychisches Ungleichgewicht, Angst- oder Panikzustände bei der Mutter sich erheblich auf die psychische Verfassung des Kindes auswirken können. In Tierstudien stieg zudem das Risiko für Geburtsfehler.

Bedingt durch das Rauchen von DMT kommt es vorübergehend zu einer geringeren Sauerstoffversorgung für den Fötus, wodurch das Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht und andere Geburtsfehler steigt.

Die Einnahme von Drogen während Schwangerschaft und Stillzeit sollte unbedingt unterlassen werden. Bei Unsicherheiten ob die Substanz einfach so abgesetzt werden kann, ist es ratsam den Arzt oder eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren.