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Meskalin

Substanz

Meskalin ist ein natürlich vorkommendes Halluzinogen der Stoffklasse Phenethylamine und kommt in vielen Kakteenarten vor (Peyote Kaktus, Pedro Kaktus, Peruanischer Stangenkaktus u.a.) Bei den mexikanischen Ureinwohnern wird Meskalin für den medizinischen Zweck oder bei Ritualen benutzt. In getrocknetem Zustand erinnern die Kaktusscheiben an große, braune Knöpfe. Deshalb sind Szenenamen für Meskalin "Knöpfe" und "Buttons", aber auch "Mescal", "Kaktus", "Kaktuschips" oder "Peyote".

Es kann in frischem oder getrocknetem Zustand scheibchenweise gegessen oder teilweise mit heißem Wasser zu einem Tee aufgekocht werden, der einen extrem bitteren Geschmack hat. Seltener wird es geraucht, da die Wirkung schwächer ist und ein enormes Kratzen im Hals verursacht. Auch als gepresste Kügelchen (Schlucken) oder als weißlich kristallines Pulver (Sniefen) erhältlich.

 

Wirkung

Wirkungseintritt nach 1 - 1,5 Stunden; Dauer bis zu 12 Stunden

  • Verzerrungen und Veränderungen des Bewusstseins (vergleichbar mit LSD-Trip)
  • Sämtliche Sinne werden verändert, u.a. Sehen (v.a. intensiviertes Farbsehen) und Hören.
  • Veränderung von Zeitsinn und räumlicher Wahrnehmung
  • Beeinträchtigung in Beurteilung und Interpretation von Situationen
  • Niedrige Dosen können leicht aphrodisierend wirken.
  • Euphorie von „religiöser Tiefe“
  • Gefühl von visionären Erfahrungen
  • Veränderung des Ich-Empfindens

 

 

Nebenwirkungen

  • Übelkeit mit Erbrechen zu Beginn des Rausches
  • Erhöhung von Pulsschlag und Blutdruck
  • vermehrter Speichelfluss
  • Pupillenerweiterung
  • Anstieg der Körpertemperatur
  • Hungergefühl ist meist abgeschaltet, danach oftmals Heißhunger auf Süßes
  • Schlaflosigkeit nach Abklingen des Rausches
  • bei Überdosierung: Atemlähmungen

 

 

Langzeitfolgen

  • Höhere Dosen und regelmäßiger Konsum können Leberschäden verursachen
  • Latente Psychosen können ausgelöst werden

Weitere Langzeitnebenwirkungen sind uns nicht bekannt, was nicht heißt, dass der Konsum keine Risiken birgt.

 

Safer Use

Um das entstehende Risiko durch den Konsum von Meskalin zu reduzieren, solltest du unbedingt einige Hinweise beachten:

Du solltest Meskalin nicht allein, sondern nur in Gesellschaft einnehmen. Das gilt insbesondere für unerfahrene User (aufgrund der Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen besteht die Gefahr, dass der Konsument an seinem Erbrochenem erstickt).

Achte auf dein Set und Setting! Konsumiere Meskalin nur, wenn du dich wohl fühlst und du dich in einer dir angenehmen Umgebung befindest (Setting). Der Trip ist sowohl von der jeweiligen Stimmung als auch von der inneren Einstellung des Konsumenten (Set) abhängig (ein „Horrortrip“ ist nicht auszuschließen).

Meskalin solltest du, wie psychotrope Pilze und LSD, nicht auf vollen Magen konsumieren, denn dadurch steigen die Risiken, wie Übelkeit und Erbrechen.

Der Konsum psychoaktiver Substanzen, wie z.B. Meskalin, sollte keine regelmäßige, sondern eine Ausnahmeerfahrung bleiben. Du solltest dir Zeit zur Vor- und Nachbereitung nehmen.

Vermeide den Mischkonsum mit anderen legalen und illegalen Substanzen! Es kann zu nicht einschätzbaren und gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen kommen.

Menschen mit psychischen Problemen bzw. Menschen, die sich in psychischen Belastungssituationen befinden, sollten ebenso auf den Konsum verzichten, da sich das Risiko einer Psychoseerkrankung drastisch erhöht.

Reflektiere das Erlebte, deine Eindrücke und Gefühle intensiv nach dem Trip!


Rechtslage

Der Erwerb, Handel und Herstellung von reinem bzw. angereichertem Meskalin sind laut BtMG verboten.

Der Besitz des lebenden Kaktus ist legal, so lang er nicht als Betäubungsmittel verwendet werden soll. Getrocknete und zubereitete Pflanzenteile jedoch sind illegal, da dies dem Tatbestand der Herstellung eines Betäubungsmittels bzw. von Zwischenprodukten entspricht.

 

Nachweisbarkeit

Je nach Intensität und Häufigkeit des Konsums kann Meskalin 1 bis 4 Tage im Urin nachgewiesen werden.

 

Schwangerschaft

Das Risiko einer Frühgeburt besteht. Trotz fehlender Literatur zu diesem Thema möchten wir an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass Meskalin in der Schwangerschaft in jedem Fall gefährlich ist. Wir geben zu bedenken, dass allein ein psychisches Ungleichgewicht der Schwangeren sich erheblich auf die psychische Verfassung des Kindes auswirken kann.

Die Einnahme von Drogen während Schwangerschaft und Stillzeit sollte unbedingt unterlassen werden. Bei Unsicherheiten ob die Substanz einfach so abgesetzt werden kann, ist es ratsam den Arzt oder eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren.