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Nikotin

Substanz

Nikotin ist der Hauptwirkstoff der Tabakpflanze und in Reinform geschmacklos. Beim Verbrennen des Tabaks entstehen vor allem gesundheitsgefährdende Stoffe, wie z.B. Teer (sorgt für den Geschmack), Kohlenmonoxid, Benzol, Cadmium, Stickstoff und Blausäure. 

In der Umgangssprache gibt es vielerlei Synonyme für das Wort Zigarette, z.B. Fluppe, Kippe, Zichte etc.

Nikotin wird in Form von Zigaretten geraucht. Es gibt aber auch Kau- und Schnupftabak sowie Liquids für E-Zigaretten.

 

Wirkung

Die Freisetzung des im Tabak enthaltenen Stoffes Nikotin erfolgt sofort beim Anzünden der Zigarette und gelangt, gebunden an Teerteilchen, zuerst in die Lunge und von dort ins Blut.

  • Hunger-, Angst- und Aggressionsgefühle werden gemildert
  • anregend oder beruhigend
  • Steigerung der Konzentration
  • Gefühl von Wachheit
  • Hochstimmung und Wohlgefühl

  

Nebenwirkungen

  • Zunahme der Atem- und Herzfrequenz
  • Anstieg des Blutdrucks
  • Absinken der Körpertemperatur
  • Schwindelgefühle und Übelkeit durch „Tabakflash“(v.a. bei Erstkonsum oder bei stark abgesenktem Nikotinspiegel im Blut, z.B. am Morgen)
  • vermehrte Freisetzung von Adrenalin
  • eine überhöhte Aktivität des Magen-Darm-Traktes

    

Langzeitfolgen

  • Atemwegserkrankungen, wie Asthma und chronische Bronchitis
  • vermehrte Schleimproduktion 
  • reduzierte Sauerstoffmenge im Blut
  • Magenschleimhaut wird angegriffen, was zu Sodbrennen und Magengeschwüren führen kann 
  • erhöhtes Risiko für Lungen-, Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Blasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Risiko von Gefäßverengungen durch Ablagerungen an den Blutgefäßwänden (Arteriosklerose) und damit die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer Thrombose  

Regelmäßiger Nikotinkonsum führt zu physischer und psychischer Abhängigkeit. Bei "Entzug" sind Depressionen, Angstgefühle, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme möglich. Nikotin birgt ein sehr hohes Abhängigkeitsrisiko! 

 

Safer Use

Um die entstehenden Risiken des Nikotinkonsums zu minimieren, solltest du einige Hinweise beachten:

Personen mit folgenden körperlichen Beschwerden sollten auf den Konsum von Nikotin verzichten: Herz-Kreislaufprobleme, Lungen- und Atembeschwerden (Asthma, Bronchitis).

Risikoärmere Konsumformen von Tabak sind das Schnupfen (Schnupftabak) und das Kauen (Kautabak, Nikotinkaugummis), da Nikotin leicht von allen Hautoberflächen im und auf dem Körper aufgenommen wird.

Achte darauf, bei selbstgedrehten Zigaretten einen Filter (am besten Aktivkohlefilter) zu benutzen, um schädliche Inhaltsstoffe im Tabakrauch herauszufiltern. Desweiteren wird bei Benutzung von dünnen Zigarettenpapier („Typ A“-Blättchen) weniger Teer inhaliert.

Informiere dich auf entsprechenden Internetseiten oder Zigarettenpackungen über die Inhalts- und Zusatzstoffe diverser Zigarettenmarken.

Achte darauf, die Zigarette gut auszudrücken, es besteht Brandgefahr!

Auch das gemeinsame Benutzen einer Zigarette oder desselben Mundstücks einer (Wasser)Pfeife birgt die Gefahr, über den Speichel Infektionskrankheiten zu übertragen.

Konsumiere nicht auf leeren Magen, das reizt die Magenschleimhaut noch zusätzlich.

Auch Passivrauchen kann zu gesundheitlichen Schädigungen führen. Achte daher auf deine Umgebung, vor allem auf Kinder.

Tabak nicht essen! Es kann unter Umständen zum Tod führen.

 

Rechtslage

Nikotin ist eine legale Substanz, also sind Besitz, Erwerb und Handel nicht strafbar.

 

Schwangerschaft

Die Folgen des Rauchens auf den Fötus können sein: Missbildungen, vermindertes Wachstum, verminderte Intelligenz, Allergien und Asthma sowie Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. Außerdem nimmt die Häufigkeit des "Plötzlichen Kindstods" deutlich zu. 

Wir raten deshalb allen Schwangeren auf den Konsum ganz zu verzichten. Die krebserregenden Substanzen passieren ungehindert den Mutterkuchen und können somit den Grundstein für eine Krebserkrankung im Kindesalter (z.B. Leukämie) legen. Nikotin regt die Wehentätigkeit an. Dies kann zu Frühgeburten führen.

Da Passivrauchen genau so schädlich ist, müssen sich auch die Partner der Gesundheit ihres Kindes gegenüber verpflichtet fühlen.