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Tollkirsche

Substanz

Die Tollkirsche zählt zu den Nachtschattengewächsen, welche höchst giftig sind. Die Pflanze ist auf den Kontinenten Europa, Asien und Nordafrika zu finden, meistens wächst sie auf Waldlichtungen oder am Waldrand von Wäldern mit kalkhaltigen Böden. Von Juni bis September trägt die Tollkirsche röhrig-glockenartige Blüten, die außen braunrot und innen gelb gefärbt. Von August bis September trägt die Pflanze kirschgroße schwarze Beeren, die einen violetten Saft enthalten. Das Pflanzeneigene (S)-Hyoscyamin wird durch Umwelteinflüsse in (R)-Hyoscyamin umgewandelt. Beide Stoffe in Verbindung bilden Atropin, ein giftiges Tropan-Alkaloid, das Azetylcholin (Neurotransmitter) hemmt.

Ähnlich wie bei anderen Nachtschattengewächsen können aus den Pflanzenteilen Tees bzw. ein Sud gekocht werden, welcher dann getrunken wird. Außerdem können die Blätter geraucht oder die Beeren gegessen werden. 
 

Wirkung

Die Wirkung der Tollkirsche kann abhängig von der Dosis bis zu 24 Stunden anhalten. 

  • starke Euphorie
  • Lachlust
  • Bewegungsdrang
  • Halluzinationen

 

Nebenwirkungen

  • Hautrötung und Pulsbeschleunigung
  • Schluck- und Sprachstörungen
  • Mundtrockenheit
  • Sehstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • innere Unruhe
  • Weinkrämpfe
  • starker Rededrang

Im schlimmsten Fall kann es auch zu Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände
sowie Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung kommen.
 

Langzeitfolgen

Hierzu liegen derzeit noch keine Informationen vor. Dennoch kann es bei langfristigem Konsum von Tollkirsche vermutlich zu psychischen Veränderungen und Sinnesstörungen kommen.

Safer Use

Um die entstehenden Risiken durch den Konsum von Stechapfel zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:

Sorge für ein positives Set (Wohlbefinden) und Setting (dein Umfeld).

Die Wirkung der Tollkirsche hängt von der Konzentration der Wirkstoffe in den einzelnen Pflanzenteilen bzw. Beeren ab. Daher gibt es keine Sicherheit, wie stark eine gleiche Dosis von verschiedenen Pflanzenteilen wirkt. Nimm daher erstmal nur eine geringe Dosis, wenn dir die Stärke nicht bekannt ist und vor allem, wenn du Tollkirsche zum ersten Mal konsumierst. Die Gefahr einer (tödlichen) Überdosierung ist sehr hoch.

Konsumiere Tollkirsche niemals allein, da die Wirkung sehr schwer abschätzbar ist. Im Falle einer Überdosierung kann schnelle Hilfe hierbei Leben rette.

Auch wenn du nach dem ersten Mal keine Wirkung verspürst, solltest du nicht sofort  weiterkonsumieren und möglichst lange Konsumpausen einlegen.

Versuche dich nach schlechten Erlebnissen auf positive Dinge einzulassen. Wenn du das Gefühl hast, die Situation allein nicht mehr kontrollieren zu können, dann wende dich an vertraute Personen oder hole dir professionelle Hilfe (z.B. bei uns oder einer Drogenberatungsstelle in deiner Nähe).

Rechtslage

Die Tollkirsche fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. In der Medizin ist sie rezeptpflichtig.

Nachweisbarkeit

Tollkirsche ist im Blut und Urin nachweisbar, wie lange ist nicht bekannt.

Schwangerschaft

Zu diesem Punkt sind leider kaum Informationen verfügbar. Trotz fehlender wissenschaftlicher Erkenntnisse zu diesem Thema, möchten wir an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass der Konsum von Tollkirsche in der Schwangerschaft gefährlich ist. Wir geben zu bedenken, dass jegliche psychische Störfaktoren bei der Mutter sich erheblich auf die psychische Verfassung des Kindes auswirken können. 

Die Einnahme von Drogen während Schwangerschaft und Stillzeit sollte unbedingt unterlassen werden. Bei Unsicherheiten ob die Substanz einfach so abgesetzt werden kann, ist es ratsam den Arzt oder eine Suchtberatungsstelle zu konsultieren.