Info's
  I LIKE THIS facebook.de/ drogerieprojekt ----------------------





Substanz
Unter Schnüffelstoffen werden unterschiedliche organische Lösungsmittel verstanden, deren Dämpfe beim Inhalieren einen Rausch hervorrufen. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem. Man findet sie oft als Bestandteile in Haushalts- und Industrieprodukten. Es existieren über 1400 verschiedene Substanzen, die zum Inhalieren benutzt werden können, wie z.B. mit den Wirkstoffen Toluol, Isobutyl, Nitro (z.B. in Klebstoffen und Verdünnungsmitteln), Butan (Treibgas in Feuerzeugen), Chlorethyl (Wundspray, Lokalanästhetikum), Per- oder Trichlorethylen (in Metall- und Farbreinigern), Benzin, Aceton (Lösungsmittel in Filzstiften, Haarsprays, Lacksprays), Distickstoffoxid ("Lachgas"), Amyl-/Butylnitrit ("Poppers").


Konsumform
Wie der Name schon sagt, werden diese Stoffe inhaliert. Sie werden meist auf ein Tuch gegeben oder in eine Tüte gefüllt und vor Mund oder Nase gehalten. Manchmal werden Papier- bzw. Kunststofftüten mit Schnüffelstoffen benetzt und als "Atemmaske" benutzt.


Wirkung
Beim Inhalieren setzt ein kurzer Rausch nach wenigen Sekunden ein, der durch erneutes Einatmen wiederholt werden kann. Er klingt nach einigen Minuten wieder ab.
Unmittelbar nach dem Konsum zeigt der Körper Abwehrreaktionen wie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Erst dann erfolgt der eigentliche Rausch mit unterschiedlich starkem Kontrollverlust, Euphorie, Gefühl der Schwerelosigkeit, akustischen und optischen Wahrnehmungsveränderungen, Halluzinationen und eventueller Steigerung des Tast- und Berührungssinns. Danach tritt ein alkoholähnlicher Rauschzustand mit Enthemmung auf, der schließlich zur Bewusstlosigkeit führen kann. Diese kann u.U. in einem tödlichen Koma enden. Häufig kommt es im Zusammenhang mit dem Konsum zur Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.
Während oder kurz nach dem Konsum kann es zu Nasenbluten, Husten, Schnupfen und Übelkeit kommen. Weiterhin sind Störungen des Herzkreislauf- und des Atemsystems möglich (bis hin zur Atemlähmung) und es können Krampfanfälle (z.B. Kehlkopfkrampf), Verwirrtheit, Reizung der Haut und der Schleimhäute auftreten.
Die Langzeitnebenwirkungen sind unterschiedlich und von den einzelnen Substanzen abhängig. Es kann zu Verätzungen der Atemwege, Leber- und Nierenschäden sowie Nerven- und Gehirnschäden kommen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr für das Auftreten von Allergien. Bei längerem intensiven Gebrauch können Toluoldämpfe zu mehrtägigen Delirien (Bewusstseinsstörungen), Gehirnschädigungen mit Gehörverlust, Gleichgewichts- und Konzentrationsstörungen führen.
Schnüffeln kann zu einer starken psychischen Abhängigkeit mit Toleranzentwicklung führen (stundenlanges Hängen an der Tüte). Körperliche Entzugserscheinungen sind nicht bekannt.


Safer Use
Um die Risiken, die durch den Konsum von Schnüffelstoffen entstehen zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:

Personen mit Herzrhythmusstörungen sollten auf keinen Fall Schnüffelstoffe konsumieren.
Zwischen den Konsumphasen muss immer ausreichend Sauerstoff eingeatmet werden.
Während des Konsums auf keinen Fall Plastiktüten über den Kopf ziehen, die Erstickungsgefahr ist zu hoch! 
Du solltest nie allein oder an gefährlichen Plätzen (Dächer, Baustellen) schnüffeln, da die Unfallgefahr während des Konsums sehr hoch ist.
Gelangen Schnüffelstoffe an/ in deine Augen bzw. Schleimhäute, solltest du diese sofort gründlich ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Viele Schnüffelstoffe sind brennbar, sei deswegen vorsichtig beim Umgang mit Feuerzeugen, Zigaretten etc..
Solltest du Schnüffelstoffe zur sexuellen Stimulation einsetzten, denk dran: Zum Safer Use gehört auch Safer Sex: Vorbereitung ist alles, deshalb Kondome, wasserlösliche Gleitcreme (fetthaltige Gleitcreme lässt Kondome undicht werden) etc. immer schön griffbereit haben!
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.

BtMG
Schnüffelstoffe unterliegen nicht dem BtMG, sie sind oft Bestandteile in Industrie- und Haushaltsprodukten. Für einige Stoffe gilt allerdings die Apothekenpflicht, ein freier Handel damit stellt somit einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz dar.


Schwangerschaft
Im Vergleich zu anderen Drogen erzeugen Schnüffelstoffe die höchste Rate an Organschädigungen, somit kann das ungeborene Kind geschädigt werden. Zudem ist durch die Verletzungs- und Selbstschädigungsgefahr, im Sinne von möglichen Stürzen, der Fötus gefährdet.
Die Einnahme von Drogen sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt unterlassen werden.


Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.
Deshalb möchten wir, das Drogerie-Team, hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

 
 
 
Präventionszentrum Erfurt
 
 
New
About Us
Termine
Galerie
Drogen
Safer Use
Shop
Kontakt
Links
   
     
   
Drogen
 
 

 

 
 
   
 

   

   

   
   
 
   
© MUSIKSZENEPROJEKT "DROGERIE" SiT SUCHTHILFE THÜRINGENDESIGN: LANDSIEDEL | MÜLLER | FLAGMEYER