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Substanz
Aus der Kavapflanze wird ein Getränk hergestellt, welches auch polynesischer Pfeffer, Rauschpfeffer, Yangona (Fidisch), Awa (Samoa und Kawa Kawa genannt wird. Die Pflanze ist beheimatat in Neuginea und an der Südsee. Das zwei bis vier Meter hohe Pfeffergewächs ist aufgrund der saftigen Wurzelstöcke zwei bis zehn Kilo schwer. Der Extrakt der Pflanze wird aus ca. 15- 20g der Wurzel gewonnen.

Konsumform
Die Wurzel der Kava Kava wird zuerst gemahlen, mit kaltem Wasser übergossen und nach einem Tag werden die Reste abgesiebt, sodass die Flüssigkeit dann getrunken werden kann.

Wirkung
Sechs verschiedene Kava- Pyronen, die im Wurzelstock enthalten sind, sorgen für die Wirkung. Pyronen sind in diesem Fall sauerstoffhaltige, ringförmig angeordnete, chemische Verbindungen: Beispielsweise Kavin, Dihydrokavain, Methysticin und Dhydromethysticin. Die Wirkung entfaltet sich durch die Kombination der verschiedenen Bestandteile. Auf das zentrale Nervensystem wirken die Kava- Extrakte beruhigend und entspannend. Damit eine krampflösende, muskeltentspannende und schmerzlindernde Wirkung eintreten kann, muss ein regelmäßiger Konsum von mindestens zehn Tagen vorausgehen. Da auch die geistige Leistungsfähigkeit gesteigert wird, handelt es sich um kein ausschließlich natürliches Betäubungsmittel. Die Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen wird mittels eines längeren Konsums verbessert. Bei depressiven Usern ist eine aufgehellte Stimmung zu verzeichnen. Weiterhin kann auch das körperliche Vermögen, wie die sportliche Leistung, erhöht werden.
Sehr hohe Dosen wirken einschläfernd, wohingegen sich mittlere und kleine Mengen appetitanregend, entspannend und sexuell anregend äußern.

Nebenwirkung
Etwa zehn Minuten nach dem Konsum von Kava Kava kann ein taubes Gefühl auf der Zunge bzw. im Mund entstehen. Der Geschmack scharf und seifig, wodurch Übelkeit und Magen- Darm- Beschwerden hervorgerufen werden können. Außerdem sind allergische Reaktionen wie Hautrötungen, Schuppen und/Juckreiz sowie Sehstörungen nicht auszuschließen. Bei regelmäßigen Konsum sind schwere Leberschäden zu erwarten, in einzelnen Fällen auch Leberversagen (tödlich). Nur selten ist eine psychische Abhängigkeit und bisher keine körperliche Abhängigkeit berichtet worden. So sind ebenso keine Entzugserscheinungen bekannt.

Safer Use

Wir warnen vor dem Mischkonsum mit Alkohol, sog. Tranquilizern und anderen Psychopharmaka, da sich die Wirkung gegenseitig verstärkt. Keinesfalls sollte Kava Kava über einen längeren Zeitraum  konsumiert werden, da in den letzten Jahren einzelne Fälle schwerer Leberschäden durch den Konsum bekannt geworden sind. Weiterhin raten wird dringend von einem Konsum bei der Arbeit oder bei dem Straßenverkehr ab, da die Reaktionsfähigkeit abnimmt.

Rechtslage
Nach mehreren publik gewordenen Fällen von Leberschäden, ist 2002 die Zulassung für Kava Kava in Deutschland  aufgehoben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte  worden. Arzneimittel, wie homöopathische Präparate, mit geringen Kava Kava- Anteil sind dennoch zu erwerben.

Quelle: www.Drugscouts.de



 
 
 
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