Info's
  I LIKE THIS facebook.de/ drogerieprojekt ----------------------





Substanz
Die Form der Blüten (20-30 cm lange, nach unten hängende, trompetenähnliche Blüten) gab der Pflanze ihren Namen: Engelstrompete ("Brugmansia"). Das Nachtschattengewächs wächst wild in Mittel- und Südamerika (überwiegend Peru und Chile) und kam erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze in europäische Gärten. Alle Arten der Engelstrompeten enthalten giftige Alkaloide der Tropangruppe. Zu den wichtigsten Alkaloiden, die in über der Erde befindlichen Teilen aller untersuchten Arten zu finden waren gehören Atropin, Hyoscyamin und Skopolamin, sowie eine geringere Menge an von diesen Stoffen abgeleiteten Substanzen. Auch in den Wurzeln ist eine ähnlich hohe Konzentration an Estern von Tropan-Diol und Tropan-Triol zu finden.
Weitere Bezeichnungen sind Baumstechapfel,  Duftender Trompetenbaum, Duftende Engelstrompete, Trompetenbaum.

Konsumform

Alle oberirdischen Teile der Pflanze können geraucht oder oral eingenommen werden. Die getrockneten Blätter oder Blüten werden meist als Teezubereitung mit heißem Wasser getrunken oder getrocknet und in pulverisierter Form in Getränke gemischt.  Bei der Dosierung sind meist 2-4 Blätter oder eine Blüte ausreichend, um Halluzinationen zu erzeugen. Die getrockneten Blätter können auch allein oder mit Cannabis geraucht werden. Ebenso können die Samen gegessen werden.

Wirkung

Beim rauchen der Blätter tritt ein leichter Rausch auf, der von der Intensität und Dauer mit (mildem) Marijuana verglichen werden kann. Bei der oralen Einnahme werden die Wirkstoffe rasch aufgenommen und es kommt nach einer halben bis einer Stunde zu fiebertraumähnlichen Visionen und Illusionen, die sich schnell in Halluzinationen umwandeln, bei denen der Benutzer nicht mehr zwischen Rausch und Realität unterscheiden kann. Die szenischen und häufig erschreckenden, halluzinatorischen Erlebnisse können zwischen drei Stunden und drei Tagen (Übergang ins Delirium) andauern.

Die Wirkstoffe gelangen rasch ins Gehirn und führen nach etwa 30 Minuten zu starkem Aufgeputscht sein. Dabei treten je nach Dosierung Unruhe, Erregung, Euphorie/Heiterkeit, Rededrang/Schreien,  Lach-/ Weinkrämpfe, Verwirrtheit, Kontrollverlust und Gewalttätigkeit bis hin zur Raserei und Tobsucht auf. Die optischen Halluzinationen und Bewußtseinsstörungen treten nach etwa 2 - 4 Stunden auf und können über mehrere Tage anhalten. Die erlebten Trips werden oft als sehr unangenehm und "horrormäßig" beschrieben.
Der durch die Engelstrompete verursachte Rausch ist sehr stark. Die Skopolamin- und Hyoscyaminintoxikationen sind stets mit erheblichen körperlichen Nebenwirkungen verbunden. Nach Einnahme treten u.a. die typischen Symptome einer Vergiftung mit Alkaloiden auf: Trockene, heiße und gerötete ("scharlachrote") Haut, trockene Schleimhaut und damit verbunden Schluckbeschwerden und Heiserkeit, starke Hautreizung, Erhöhung der Körpertemperatur, Erhöhung der Herzfrequenz bis zum Herzrasen, Anstieg des Blutdrucks, beschleunigte und vertiefte Atmung, weite und lichtstarre Pupillen mit Lichtscheu, verstärkter Tränenfluss ("Glanzaugen"), Sprach- und Sehstörungen, Störungen beim Wasserlassen bis zur Harnsperre, Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit und gelegentlichem Erbrechen. Das Erbrechen tritt allerdings nur zu Beginn auf. Weiterhin können Anfälle auftreten, die  wie generalisierte epileptische Anfälle wirken. Bei Überdosierung können Todesfälle durch Herzrhythmusstörungen und/ oder Atemlähmungen auftreten. Die Sehstörungen können wochenlang anhalten und äußern sich durch das Sehen von Doppelbildern sowie Schwierigkeiten, nahe Gegenstände scharf zu sehen.
Anschließend kommt es nach der Erregungsphase häufig zu einem Dämmerschlaf. Bei hohen Skopolamin-Dosierungen kann die sedierende Wirkung dominieren.

Safer Use

Vom Mischkonsum muss im Allgemeinen abgeraten werden, da eventuelle Wechselwirkungen nicht oder nur schwer vorhersagbar sind. Während des Konsums sollte in jedem Fall eine nüchterne Begleitperson dabei sein, um Selbstverletzungen zu verhindern und Hilfe in Notsituationen zu garantieren. Da einzelne Menschen sehr empfindlich auf die Wirkstoffe in Brugmansia-Pflanzen reagieren, sollte sich an die Dosierungsangaben bei oralen Zubereitungen nur mit großem Respekt angenähert werden.

Es kann  schnell zu selbstgefährdenden Verhaltensweisen kommen. So kann der Konsument möglicherweise glauben, unsterblich zu sein oder fliegen zu können und probiert dieses dann auch aus. Der Übergang von Halluzinationen zu anticholinergen Delirium und schließlich Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen ist bei dieser Pflanze so leicht möglich, dass dringend von unsachgemäßem gebrauch gewarnt werden muss. Es sind bereits mehrere Todesfälle nach Brugmansia-Einnahmen in Europa und den USA dokumentiert worden.
Bei einer Vergiftung müssen intensivmedizinische Maßnahmen mit Physiostigmingaben, Wärmeableitung und künstlicher Beatmung erfolgen. Ein Delirium ist lebensbedrohlich und stellt einen medizinischen Notfall dar!

Bei Notfällen

Giftnotruf  0361 730730 oder Notruf 112.

Rechtslage

legal




 
 
 
Präventionszentrum Erfurt
 
 
New
About Us
Termine
Galerie
Drogen
Safer Use
Shop
Kontakt
Links
   
     
   
Drogen
 
 

 

 
 
   
 

   

   

   
   
 
   
© MUSIKSZENEPROJEKT "DROGERIE" SiT SUCHTHILFE THÜRINGENDESIGN: LANDSIEDEL | MÜLLER | FLAGMEYER