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Substanz
Kokain ist ein Extrakt aus den Blättern des Coca-Strauches (Erythroxylon coca). Die mehrere Meter hohe Pflanze wächst u.a. im tropischen Südamerika und auf den indonesischen Inseln.
Kokain wird meist als weißes, kristallines (flockiges) und geruchsloses Pulver verkauft. Der Wirkstoffgehalt schwankt zwischen 20 und 80%. Den Rest bilden Streckmittel wie bspw.
Speed, Koffein oder Milchpulver. Kokain schmeckt bitter, ist wasserlöslich und hat eine leicht bis stark betäubende Wirkung, je nach Grad der Verunreinigung.
Kokain wird auch "Schnee", "Koks" oder "Koka" genannt.


Konsumform
Üblicherweise wird Kokain als Pulver geschnupft oder das in Wasser gelöste Kokain wird gespritzt. Weniger verbreitet ist das Rauchen von Kokain.


Wirkung
Die Wirkungsdauer beträgt je nach Stoffmenge und Konzentration 1-2 Stunden. Beim unmittelbaren Eintritt der Wirkung treten Gefühle der Überlegenheit, Unruhe, Euphorie und extremer Wachheit auf.
Des Weiteren sind eine gesteigerte Wahrnehmung, sexuelle Stimulation, ein starker Mitteilungsdrang ("Laberflash"), Schweißausbrüche, Mundtrockenheit, Zittern, Jucken, Zähnemahlen, ein erhöhter Bewegungsdrang, das Nachlassen von Hunger, Durst sowie Schlafbedürfnis, glänzende Augen und geweitete Pupillen zu verzeichnen. Außerdem treten Taubheitsgefühle der Gliedmaßen (bedingt durch Verengung der Blutgefäße) und Durchblutungsstörungen auf.
Beim Runterkommen verwandelt sich die Kokainwirkung ins Gegenteil (Depression, Orientierungslosigkeit, Paranoia). In dieser Phase ist der Drang nach Fortsetzung des Konsums besonders stark. Der Konsum bewirkt eine starke Erregung des zentralen Nervensystems, d.h. die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin werden extrem freigesetzt. Wenn die Vorräte dieser Botenstoffe aufgebraucht sind, kommt es zu depressiven Verstimmungen für Tage und Wochen. Außerdem werden Erschöpfung, Lustlosigkeit, Reizbarkeit, Paranoia, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen beobachtet.
Durch anhaltenden bzw. regelmäßigen Konsum kann es zu Schädigungen der Nasenschleimhäute und -scheidewand kommen (Löcher, Abnahme des Geruchssinns, Nasenbluten). Weiterhin kommt es zu Abmagerung, Persönlichkeitsveränderung, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, Schädigung von Leber, Nieren und Magen. Die Gefahr einer Überdosierung ist ständig gegeben und kann unbehandelt zu Atem- und Herzstillstand, Kreislaufversagen, Hirnblutungen und Schlaganfällen und somit zum Tod führen. Regelmäßiger Kokainkonsum kann zu starker psychischer Abhängigkeit führen.


Safer Use
Um die Risiken, die durch den Kokainkonsum entstehen zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:
Vom Mischkonsum mit anderen legalen (auch
Nikotin) sowie illegalen Drogen ist aufgrund unvorhersehbarer gesundheitlicher Folgen abzuraten.
Die aktive Teilnahme am Straßenverkehr sollte unterlassen werden.
Hohes Dosieren oder häufiges "Nachlegen" in kurzer Folge und über mehrere Stunden oder Tage kann zu extremen Angstzuständen, Paranoia, Halluzinationen und zum Tode führen.
Da der Wirkstoffgehalt von Kokain starken Schwankungen unterlegen ist, solltest du möglichst niedrig dosieren.
Beim Sniefen solltest du das Kokain so fein wie möglich hacken, weil somit die Gefahr von Verletzungen der Nasenschleimhaut durch Unreinheiten wie Kristalle, verringert wird.
Statt Geldscheinen o. ä., was durch viele Hände gegangen ist und mit viel Schmutz und eventuell Krankheitserregern behaftet ist, solltest du besser bei jedem Konsum ein neues und sauberes Stück Papier verwenden.
Stecke das Röhrchen hoch in die Nase hinauf und vermeide dabei möglichst, die Nasenschleimhäute zu verletzen.
Teile das Röhrchen nie mit anderen, da sich auch auf diesem Weg ein Infektionsrisiko für HIV und Hepatitis besteht.
Denk dran, dass auch beim Konsum von Kokain
Safer Sex gilt. Die Spielregeln beim gemeinsamen Konsum müssen klar sein. Da Kokain dem Körper Wasser entzieht, werden auch die Genitalschleimhäute negativ beeinträchtigt. Neben Kondomen sollte deshalb auch wasserlösliches Gleitgel zur Verfügung stehen. (Fetthaltige Gleitgels lassen Kondome undicht werden).
Wichtig ist es außerdem, nach der Einnahme von Kokain viel zu trinken (kein
Alkohol, kein Kaffee) Am besten eignen sich Kräutertees, Mineralwasser, Säfte und ähnliche Getränke.
Auf den gemeinsamen Gebrauch von Röhrchen oder Spritzen solltest du unbedingt verzichten, da die Gefahr der Übertragung von Krankheiten (Hepatitis, HIV) besteht.
Der Abtörn gehört zum Konsum und es macht Sinn, auf naturverbundenen Mittel wie Johanniskraut oder Baldrian zurückzugreifen. Sie sind eine Alternative zu Benzodiazepinen oder
Alkohol.
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.
BtMG
Erwerb, Handel und Herstellung von Kokain ist laut BtMG verboten.


Schwangerschaft
Durch den Konsum von Kokain in der Schwangerschaft erhöht sich das Risiko von Fehlbildungen beim Neugeborenen, wie z.B. Defekte des Zentralnervensystems, Herzfehler wie Herzrhythmusstörungen, Gefäßverengungen und Fehlbildungen im Bereich des Urogenitaltrakts (Nieren, Harnableitungen, Geschlechtsorgane). Die Reduzierung des Blutflusses im Mutterkuchen führt zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen des Föten, da eine Verminderung des Nähr- und Sauerstoffangebots vorliegt. Weiterhin besteht die Gefahr einer akuten und chronischen Leistungsschwäche der Plazenta. Allgemein stellt die Verminderung des uteroplazentaren Blutflusses und die Verengung der Blutgefäße durch Konsum von Kokain während der Schwangerschaft, ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind dar. Auftretender akuter Bluthochdruck bei der Schwangeren kann zu einer vorzeitigen Plazentalösung führen. Ebenso kann sich der Konsum während der Schwangerschaft in einem verhältnismäßig kleinem Kopfumfang des Kindes ausdrücken und sich im späteren Verlauf in einer Verhaltensstörung manifestieren. Ebenfalls gefährlich sind Fehlbildungen durch Gefäßverengungen, welche zu Hirnzysten und Hirnblutungen nach der Geburt führen können. In den ersten Entwicklungsetappen weisen die Neugeborenen eine ausgeprägte Zittrigkeit sowie verminderten Appetit auf. Sie reagieren auf Umgebungsreize sehr schreckhaft und ihre Feinmotorik sowie der Tag-Nacht-Rhythmus sind gestört. Zu den weiteren Folgen zählen Hyperaktivität und eingeschränkte psychosoziale Wahrnehmung in den ersten drei Jahren. Auf Grund dieser sehr wahrscheinlichen, schwerwiegenden Entwicklungsschäden und den Risiken für Mutter und Kind, welche lebensbedrohlich sind und zum Verlust des Kindes führen können, empfehlen wir den Konsum in der Schwangerschaft und der Stillzeit unbedingt zu unterlassen.


Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.
Deshalb möchten wir, das Drogerie-Team, hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

 
 
 
Präventionszentrum Erfurt
 
 
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