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Substanz
Meskalin ist der psychoaktive Hauptwirkstoff des stachellosen, rübenförmigen Peyote Kaktus (Lophophora williamsii). Dieser wächst vor allem in den südwestlichen USA und in Nordmexiko. Das Halluzinogen Meskalin ist nicht nur im Peyote Kaktus enthalten, sondern auch in einer Reihe anderer Kakteen, wie im San Pedro Kaktus und anderen Trichocereus-Arten. Im Peyote Kaktus gibt es 30 Alkaloide, wovon das Meskalin, ein stark psychedelisch wirksames Alkaloid, den Hauptbestandteil ausmacht. Meskalin (3,4,5-Trimethoxyethylphenylamin) gehört chemisch zur Klasse der Methoxyamphetamine.
Der medizinische Gebrauch von Peyote bei den mexikanischen Ureinwohnern geht sehr weit zurück. Es wurde und wird bspw. bei Kopf- und Ohrenschmerzen, bei Bronchitis, bei der Geburt und zur Wundpflege eingesetzt. Extrahiertes Meskalin ist eine ölige Substanz von bitterem Geschmack, sie löst sich in Wasser und Alkohol, lässt sich mit Hilfe von Säuren leicht in ein weißes Salz verwandeln und wird meist als Hydrochlorid gehandelt.
In getrocknetem Zustand erinnern die Kaktusscheiben an große, braune Knöpfe. Deshalb sind Szenenamen für Meskalin "Knöpfe" und "buttons" aber auch "Mescal", "Kaktus", "Kaktuschips" oder auch "Peyote".

Konsumform
Die Kakteen werden in frischem sowie in getrocknetem Zustand scheibchenweise gegessen oder teilweise mit heißem Wasser zu einem Tee aufgekocht, welcher einen extrem bitteren Geschmack hat. Geraucht wird Meskalin selten, da die Wirkung dann schwächer ist und es enorm im Hals kratzt. In unseren Regionen ist es eher als gepresstes Kügelchen oder als weißlich kristallines Pulver erhältlich, wobei es als Kügelchen geschluckt und als Pulver gesnieft wird. Um den Geschmack zu umgehen, wird die durch stundenlanges Kochen erhaltene sirupartige Masse in Kapseln umgefüllt und dann mit Wasser geschluckt.

Wirkung
Nach 1-1,5 Stunden setzt die halluzinogene Wirkung ein und kann bis zu 12 Stunden andauern.
Reines Meskalin wirkt in einer schon sehr geringen Dosierung (im Milligrammbereich) stark halluzinogen. Kennzeichnend für Peyote und San Pedro ist ein Gefühl von Übelkeit, teils mit Erbrechen, zu Beginn des Rausches. Später lassen diese Nebenwirkungen nach. Es verursacht Verzerrungen und Veränderungen des Bewusstseins, die denen des LSD-Rausches vergleichbar sind. Sämtliche Sinne werden verändert: Sehen und Hören sind stark beeinflusst, vor allem das Farbsehen wird stark intensiviert. Ebenso werden der Zeitsinn und die räumliche Wahrnehmung deutlich verändert. Dies führt zu Beeinträchtigungen in der Beurteilung und Interpretation von Situationen. Niedrige Meskalindosen können auch leicht aphrodisierend wirken. Konsumenten berichten von einer Euphorie von religiöser Tiefe, einem Gefühl einer visionären Erfahrung und der Veränderung des Ich-Empfindens.
Höhere Dosen und regelmäßiger Konsum bewirken vermutlich Leberschäden. Im Falle einer Überdosierung kommt es zur Lähmung der Atmung. Weitere Nebenwirkungen können sein: Erhöhung des Pulsschlages und des Blutdrucks, vermehrter Speichelfluss, Pupillenvergrößerung und Anstieg der Körpertemperatur. Während der Wirkungsdauer ist das Hungergefühl meist abgeschaltet, danach besteht oftmals ein Heißhunger auf Süßigkeiten. Während dem Abklingen des Rausches besteht Schlaflosigkeit.
Die Ausbildung einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit ist bisher nicht bekannt.

Safer Use
Um das entstehende Risiko durch die Einnahme von Meskalin/ Peyote zu reduzieren, solltest du unbedingt einiges beachten:
Du solltest Peyote nicht allein, sondern nur in Gesellschaft einnehmen, dies gilt insbesondere für unerfahrene User (aufgrund der Vergiftungserscheinungen, wie Übelkeit und Erbrechen besteht die Gefahr, dass der Konsument an seinem Erbrochenem erstickt).
Konsumiere Meskalin nur, wenn du dich wohl fühlst und du dich in einer dir angenehmen Umgebung befindest (Setting), da der Trip sowohl von der jeweiligen Stimmung, als auch von der inneren Einstellung des Konsumenten (Set) abhängig ist. Denn analog zu LSD ist die Möglichkeit einer Panikattacke gegeben, ein "Horrortrip" ist hierbei nicht auszuschließen.
Meskalin solltest du, wie Pilze und LSD, nicht auf vollen Magen konsumieren, denn dadurch steigen die Risikofaktoren wie Übelkeit und Erbrechen.
Auch der Konsum psychoaktiver Substanzen, wie z.B. Meskalin, sollte keine regelmäßige, sondern eine Ausnahmeerfahrung bleiben und du solltest dir Zeit zur Vor- und Nachbereitung nehmen.
Konsumiere niemals Meskalin mit anderen Substanzen, von Mischkonsum ist angesichts der nicht einschätzbaren Wechselwirkungen unbedingt abzuraten.
Menschen mit psychischen Problemen bzw. Menschen, die sich in psychischen Belastungssituationen befinden, sollten ebenso auf den Konsum verzichten, da das Risiko einer Psychoseerkrankung drastisch erhöht wird. 
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.

BtMG
Der Erwerb, Handel und Herstellung von reinem bzw. angereichertem Meskalin sind laut BtMG verboten.
Der Besitz des lebenden Kaktus ist legal, so lang er nicht als Betäubungsmittel verwendet werden soll. Getrocknete und zubereitete Pflanzenteile jedoch sind illegal, da dieses dem Tatbestand der Herstellung eines Betäubungsmittels bzw. von Zwischenprodukten entspricht.

Schwangerschaft
Das Risiko einer Frühgeburt durch Meskalin während der Schwangerschaft besteht wegen der gebärmutterkontrahierenden Wirkung. Trotz fehlender Literatur zu diesem Thema, möchten wir an dieser Stelle unbedingt darauf hinweisen, dass Meskalin in der Schwangerschaft in jedem Fall gefährlich ist. Wir geben zu bedenken, dass allein ein psychisches Ungleichgewicht der Schwangeren, sich erheblich auf die psychische Verfassung des Kindes auswirken kann.
Die Einnahme von Drogen während der Schwangerschaft sollte unbedingt unterlassen werden.

Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.
Deshalb möchten wir, das Drogerie-Team, hiermit ausdrücklich darauf hinweisen, dass die hier aufgeführten Darstellungen rein informativen Charakter besitzen.
Sie stellen keine Anleitung bzw. Aufforderung zum Konsum illegaler sowie legaler Drogen dar.

 
 
 
Präventionszentrum Erfurt
 
 
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